Projekt Balkonbewässerung

Einen Balkon in einem Mehrfamilienhaus zu bewässern klingt simpel, ist es aber nicht.
Im Gegenteil, will man weder eine Überschwemmung noch Probleme mit den Nachbarn riskieren, wird die Sache unter Umständen recht kniffelig.
Der Wasserhahn als Quelle scheidet auf jeden Fall mal aus. Wenn ich mich für 1-2 Wochen aus der Wohnung begebe, will ich keinen offenen Wasserstrom riskieren. Sowas ist bei einer Gartenbewässerung schon schlecht, weil unter Umständen zig Kubikmeter Wasser über die Uhr laufen, bevor man gemerkt hat was los ist.

Ok, es bleiben Tanks als Speisequelle. Und da die wahrscheinlich eher keinen Druck bieten, müssen auch Pumpen her.
Man sieht, es wird schon deutlich komplizierter, wenn man mal das Leitungswasser als Quelle ausschließt.

Gardena bietet mit dem Gardena Urban Gardening System eine Lösung an, die ich dann auch erworben und genutzt habe. Der Link ist nur für Infozwecke, ich hab nix davon!

Das Gardenasystem erlaubt den Anschluss von bis zu 3 Speiseschläuchen, die in Verteiler münden und dann in die Tropfschläuche.
Die Verteiler gibt es in Hoch, mittel und wenig, was die Wassermenge anbetrifft, die pro Minute gefördert wird.
Apropos Minute…der wohl übelste Schwachpunkt des Systems:
Steckt man das Netzteil des Systems ein, so läuft die Pumpe unmittelbar an und fördert für 60 Sekunden Wasser.
Was versorgt werden muss ist völlig irrelevant.
Die Mengen, die jede Pflanze abbekommt hängen ausschließlich vom Verteiler und der Anzahl der Tropfschläuche pro Topf ab.
Einen Balkonkasten mit Tomaten z.B. zu versorgen, kann man damit getrost vergessen. Zumindest in der Grundkonfiguration.

Schaltbare Steckdosen mit Timer, W-LAN Steckdosen mit Timer bzw. APP oder die einfache, mechanische Zeitschaltuhr, können das System natürlich mehrfach am Tag an und wieder ausschalten. Wie gesagt, es läuft immer 1 min, nach dem es Strom bekommen hat.

Das Ganze ist nicht übel, vor allem mit einer „Oscar“ Tonne als Wasserspeicher…

Die Dinger sind preiswert, stabil, verschließbar und stapelbar, wenn man sie nicht braucht.
Perfekt als Tank!

Leider habe ich sehr verschiedene Pflanzgefäße und entsprechende Bewohner mit sehr verschiedenen Ansprüchen. Oder anders gesagt: Letzten Urlaub war es ein wahres Wunder, dass nicht mehr verstorben ist, bzw. sehr gelitten hat.
Das kann es für mich aber nicht sein.

Also auf zu einer neuen Bewässerung!

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